Reverse Engineering


Unter dem Begriff des Reverse Engineering versteht man ganz Allgemein das umgekehrte entwickeln, bzw. rekonstruieren Teilen und Baugruppen. 

Wir bei der Druckmanufaktur3D können Ihnen dabei helfen, nicht mehr verfügbare oder erhältliche Teile zu Reproduzieren.

Dabei liefern wir Ihnen je nach Bedarfsfall die CAD-Daten oder gleich das entsprechende Teil.

Gerade bei Kunststoffteilen bietet sich die Reproduktion mit den Verfahren der additiven Fertigungsmethoden an. Unser Know-How liegt dabei in der druckgerechten Rekonstruktion von Bauteilen, wobei die technischen Gegebenheiten wie beispielsweise ein vorhandener Bauraum und andere technischen Schnittstellen berücksichtigt werden.

 

Als seriöses Unternehmen legen wir dabei größten Wert auf die Wahrung von Copyrights, geistigem Eigentum und stellen uns klar gegen jede Form von Produktpiraterie. Daher werden wir nur Teile rekonstruieren, die am Markt nicht mehr erhältlich sind oder für die es eine ausdrückliche Freigabe des Originalteilherstellers gibt.

 

Ein klassisches Anwendungsgebiet für Reverse Engineering sind hochwertige und alte Gerätschaften jeglicher Art, wie z.B. Oldtimer oder Maschinen.



Herstellung eines nicht mehr verfügbaren Ersatzzahnrades für eine Hobelmaschine

Originales und kaputtes Zahnrad mit Ritzel ELU DAH 176
Ausmessen des gebrochenen Zahnrades

Beim Reverse Engineering werden Bauteile reproduziert, die es nicht mehr auf dem Markt als Ersatzteile zu kaufen gibt und für die es keinen Markenschutz oder gültiges Urheberrecht mehr gibt.

Dabei wird die Geometrie des Teils entweder mittels 3D-Scan oder durch verschiedene Messtechniken erfasst.

 

In diesem Beispiel ist ein Zahn des Antriebsrades für das Vorschub-Getriebe einer Hobelmaschine ELU DAH 176 ausgebrochen. Das Zahnrad wurde original um den metallischen Teil mit Ritzel aufgespritzt.

Im ersten Schritt wurde dabei das Zahnrad vermessen und ein Viertelschnitt zur Erleichterung der Ausmessarbeiten in das Zahnrad gefräst.

 


3D-Ansicht des nachkonstruierten Zahnrad mit Ritzel für die Hobelmaschine ELU DAH 176
Neukonstruktion des Zahnrades

Die erfassten Daten werden mit einer CAD-Konstruktionssoftware zur Nachkonstruktion des Teils verwendet.

Dabei wird bereits über das zukünftige Herstellungsverfahren des Ersatzteils entschieden und fließt neben den geometrischen Parametern in die Konstruktion mit ein.

 

Im gezeigten Beispiel wurde dabei nicht nur das gebrochene Zahnrad nachkonstruiert, sondern ebenfalls das Metallteil mit Ritzel und druckgerecht designed.

Um eine Formschlüssige Verbindung der beiden Teile zu gewährleisten wurden Bohrungen für Wurmschrauben und eine Sechskantform in die beiden Teile eingebracht.


Zahnradteile Darstellung im Slicing-Programm
Slicer-Ansicht im Zuge der Druckdatenerezugung

Im Anschluss an die Konstruktion erfolgt die Druckdatenerstellung und Auswahl des geeigneten Werkstoffes.

 

 


Original-Zahnrad ELU DAH 176 mit Probedrucken von Ritzel und Zahnrad im Vergleich
Original-Zahnrad mit Probedruckelementen

Gegebenenfalls werden wichtige Funktionselemente im Probedruck erzeugt, um Abweichungen der Konstruktion im Vergleich zum Originalteil feststellen zu können.

 

Beim Beispiel des Zahnrades der Hobelmaschine ELU DAH 176 wurden Vergleichsdrucke des Zahnrades und des Ritzels hergestellt und mit dem Original abgeglichen.


Ansicht Originalzahnrad ELU DAH 176 mit dem reproduzierten 3D-Druck Antriebsrad für den Vorschub der Hobelmaschine ELU DAH 176
Reproduziertes Ersatzzahnrad ELU DAH 176

Als letztem Arbeitsschritt wird das reproduzierte Zahnrad nochmals vermessen, eventuelle Maßabweichungen gegenüber dem Original aufgrund der Schrumpfung des Materials beim Druck festzustellen. Dabei werden die CAD-Parameter nochmals geringfügig angepasst und ein finaler Druckdatensatz erzeugt.

 

Das Bild zeigt das fertige Ersatzteil neben dem Originalteil.